Bericht: GM Alpha Platform

In dieser Ausgabe kann man zwei unserer Kategorien nicht wirklich trennen.

 

Vom dramatischen Verkauf von Opel und dem Markensterben (wir berichteten und kommen am Ende noch mal kurz darauf zurück) mal abgesehen, gibt es auch anderes durchaus Interessantes über GM zu berichten.

Hier widmen wir uns einer bestimmten und wichtigen Plattform für und bei GM, auf der einige Modelle im Konzern aufbauen und auch spannende weitere Modelle angekündigt wurden: GM Alpha.

Das ist auch der Grund, warum sich unsere Kategorien "Berichte" und "Design-Impressionen" hier nicht trennen lassen.
Auf der Plattform wurde ein Modell angekündigt und bereits als Concept Car vorgestellt: Der BUICK AVISTA.

Dieser erlangte auch hierzulande große Aufmerksamkeit, denn um ihn herum schlägt sich das Gerücht, auf seiner Basis könnte auch ein Rebirth des OPEL CALIBRA stattfinden.
Daher war natürlich Pflicht auf diesem eine Vorschau zu liefern.
Wir gehen davon aus, dass der Avista sich jedoch vom Calibra nur in leichten Nuancen unterscheiden wird.
Das Avista Concept zeigt unserer Meinung nach einige Design-Elemente, die man inzwischen beim Opel Insignia Grand Sport wiederfindet.
Auch hat die Vergangenheit gezeigt: Buick-Modelle unterscheiden sich nur mehr oder minder fein von ihren Opel-Derivaten, werden bzw. wurden doch auch viele Modelle von und bei Opel entwickelt und werden auch dort produziert.
Von Ausmaßen und Anspruch her, dürfte der Calibra dann auch am Insignia angelehnt sein.
So liegt nahe, dass dies auch beim Design der Fall sein dürfte.
Auch bei der Motorenpalette ist die Plattform hier flexibel.
Das Avista Concept ist mit einem 3.0 Liter V6 Bi-Turbo mit 405PS und 8-Gang-Automatik ausgestattet.

Allerdings gibt es bereits aktuelle Modelle auf dem Markt, die zeigen, dass auf der Plattform mit Front-Motor und Heckantrieb einiges möglich ist.

 

Der bekannteste Vertreter ist hier wohl ohne Frage der CHEVROLET CAMARO.
In aktuell sechster Generation (seit Ende 2015) stellt er, neben dem Ford Mustang, einen der traditionellen Vertreter der Muscle- Car-Ära dar.
Auch GM hat beim Camaro nun festgestellt, dass in diesem Metier die Nachfrage sich dahingehend geändert hat, dass nun gehobene Ansprüche an Fahrwerk und einer gewissen Alltagstauglichkeit bestehen.
Brutale Motorisierungen und "fette" Optik reichen hier nicht mehr, sondern Fahrkomfort und - stabilität sowie Qualitätseindruck müssen stimmen und auch unter ökologischen Gesichtspunkten steht diese Klasse vor gewissen Problemstellungen, die sich aber nur teilweise lösen lassen.
Der Camaro wird in 4 Motorisierungen angeboten.
Ein 4-Zylinder-Reihenmotor mit Turboaufladung bildet den Einstieg.
Immerhin leistet der LTG Ecotec, den man auch aus diversen Opel-Modellen kennt, bereits 275PS und 400Nm.
Weiter geht es mit dem LGX, ein 3.6 Liter V6.
Der leistet 335PS bzw. 385NM.
Alles darüber gehört bereits zu den berüchtigten scharfen Versionen.
Der SS trägt den bösen LT1, bei dem es sich um einen 6.2 Liter V8 handelt, der 453PS und 617Nm freisetzt.
Noch eine Stufe darüber rangiert der ZL1.
Dieser trägt eine weitere Ausbaustufe des LT1 in sich...den LT4, den man auch aus der Corvette kennt.
Der grundsätzlich gleiche Motor wird per Kompressor auf 660PS und 880Nm Leistungsfähigkeit und Drehmomententwicklung gebracht.

Cadillac ist die einzige Marke, wo die GM Alpha auch bei Limousinen zum Einsatz kommt.
ATS und CTS sind dafür zuständig der deutschen Konkurrenz, z.B. BMW, Paroli zu bieten.
Jedoch gibt es den ATS auch als Coupé und lässt die Verwandschaft zum Camaro daher schon wieder leichter erkennen.
Die Motorisierung ist auch recht ähnlich, außer dass unterhalb des 2.0 Turbo und dem 3.6 V6 noch ein unaufgeladener 2.5 V6 mit 205PS als Einstieg rangiert.
Der ATS-V leistet 470PS, trägt jedoch statt dem V8 einen 3.6 Liter Bi-Turbo.
Später sollen für Europa auch Diesel-Motoren verfügbar werden.
Seit 2016 werden Cadillac auch offiziell in Deutschland angeboten.

Unser letzter Kandidat bleibt wohl leider ein Wunschtraum.
Bis 2002 hatte der Camaro einen ruhmreichen Bruder:
den Pontiac Firebird.
2010 wurde die Marke infolge der GM-Insolvenz komplett eingestellt.
Kevin Morgan bekam jedoch eine Lizenz Conversion-Kits anzubieten, die aus einem gängigen Chevrolet Camaro einen Firebird machten.
Allerdings blieb die Basis immer deutlich sichtbar und war das Design eher an den Firebirds der 70er Jahre angelehnt.
Die Liebhaber der letzten echten Firebird-Generation, die nach 2002 immer wieder hofften, dass ein evolutionierter Nachfolger das Licht der Welt erblicken würde, wurden bislang enttäuscht.
Unser Wunsch wäre jedoch ebenfalls einen neuen und modernen Firebird wieder auf den Markt zu bringen.
Daher haben wir als kleinen Abschluss einen auf Basis des aktuellen Camaro kreiert.
Wir haben uns hier gleich dem Trans Am angenommen, der nach unserem Geschmack dem Camaro SS zur Seite stehen und damit ebenfalls den LT1 mit rund 450PS in sich tragen könnte.
Aber wie gesagt: Hier bleibt die Impression wohl Wunschtraum.

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