Bericht: GM >>> Opel <<< PSA - Teil 3

Nun ist der Deal also vollzogen.

 

Der europäische Konzern PSA mit den Marken Citroen, Peugeot und DS wird General Motors den deutschen Hersteller Opel und das britische Counterpart Vauxhall abkaufen.
Kurs: 1,3 Milliarden Euro.

 

Mit allen 5 Divisionen zusammen wird die neu gebildete Gruppe dann erwartungsgemäß mit in 2016 insgesamt 4,3 Millionen abgesetzten Fahrzeugen (PSA 3,1 Mio ; Opel/Vauxhall: 1,2 Mio) zum zweitgrößten Autobauer in Europa aufsteigen und PSA seinen Erzkonkurrenten Renault-Nissan hinter sich lassen und nur noch Volkswagen vor sich haben.
Betonung: In Europa!

 

Während der Deal jedoch für GM einen einschneidenden Verlust in der europäischen Marktpräsenz bedeutet, birgt er für die neu bildende PSA-Gruppe Chancen auf internationale Geltung.
CEO Carlos Tavares hat u.a. China im Blick.

 

Innerhalb Europas ergänzen sich die Marken ziemlich gut.
Während Opel und Vauxhall im südlichen Teil Europas quasi bedeutungslos sind, sind die PSA-Modelle dort stark vertreten.
Die anderen beiden Marken sind dafür in ihren Heimatmärkten kaum wegzudenken.
Tavares will diese Tatsache nutzen.

 

Trotzdem darf man nicht vergessen, wer Tavares ist.
Nach einer ca. 3-jährigen Intensivkur hat er nämlich für die PSA-Divisionen etwas erreicht, was sie von Opel/Vauxhall unterscheidet: Sie machen Profit!
Tavares aka "Der Zauberer" erwartet gleiches von Opel/Vauxhall bis 2020 und setzt damit klare Signale in die deutschen/britischen Management-Etagen.
Dort kostet bislang jedes produzierte Fahrzeug Geld, statt welches einzubringen.
Rechnet man die letzten 15 Jahre zusammen, gerät man in Regionen von zweistelligen Milliarden-Beträgen.
Das wird Tavares nicht dulden.
Er spricht dem Management aber vorerst sein Vertrauen aus, dass Effizienzpotential in den Werken erkannt würde und dass man in Deutschland und Großbritannien den französischen Werken in nichts nachstehen wolle.
Nur bis 2018 gelten vorerst Standort-Garantien, darüber hinaus wurden keine genannt und 2020 zählen dann nur noch Ergebnisse.

 

Der Zusammenschluss soll Synergien hervorbringen, die mittelfristig 1,7 Milliarden Euro jedes Jahr an Einsparungen produzieren. Das sind klare Worte.
Heißt aber auch im Klartext:
Nach 2020 sind die Vorgaben erfüllt und alle Marken gesund oder der Zauberer wird zaubern.
Wer PSA in den letzten Jahren verfolgt hat, wird erkennen, dass dies dann nicht unbedingt zur Unterhaltung dient, sondern unter Umständen weh tun wird.

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