Intermot 2016 - BMW

An einem Nebenstand haben wir noch die R NineT Scrambler entdeckt.
Das richtige Bike für den Nostalgiker, Puristen und Naked-Bike-Fan. Sie ist puristisch, aber über moderne Technik verfügend, auch wenn der Boxer hier noch traditionsorientiert luftgekühlt ist.
Mittlerweile ist die NineT in vier Versionen verfügbar:
NineT, Scrambler, Racer und Pure.
Gerade die Racer sorgte auf der Messe für besondere Aufmerksamkeit.
Mit in den klassischen BMW-Farben lackierter Halbverkleidung, verringerter Sitzhöhe, verändertem Fußrasten-SetUp und anderer Lenker-Kröpfung unterscheidet sie sich.
Die Scrambler ist wie die Studie nostalgischer gestaltet, komfortabler und mit höherem Fahrwerk ausgerüstet.
Die Pure stellt das Roadster-Abbild der NineT dar...alles auf das Wesentliche reduziert.
Die NineT steht dagegen eben für das klassische Naked-Bike in seiner Vielfältigkeit und Alltagstauglichkeit. Dafür stellt sie aber mit 14.900 EUR Grundpreis die teuerste Variante dar, während die Scrambler ab 13.000 EUR, Racer ab 13.300 EUR und die Pure ab 12.300 EUR zu haben sind.
Alle verfügen über einen 1.170ccm großen öl-/luftgekühlten zweizylinder Boxer mit satten 110PS.

 

Als eines der interessantesten Modelle der Messe empfanden wir die R 1200 RS. Nach der erfolglosen und umstrittenen ST fehlte ein Sport Tourer mit Boxermotor im Repertoire von BMW. Das wurde nun konsequent abgestellt.
Wie die anderen modern orientierten Boxer, verfügt der Motor auch hier nun über Luft-/Wasserkühlung, um die Vibrationen zu reduzieren. Wie auch sonst werden aus 1.170ccm ordentliche 125PS freigesetzt.
Das Gesicht orientiert sich ein wenig an das Design der S 1000 RR, was sicher kein Fehler ist. Die Gesamterscheinung des Motorrads ist als durchweg positiv zu bezeichnen.
Durch große Ranges an Sitzhöhen, passt die Maschine sowohl kleinen als auch großen Menschen. Mit 1,75m und 1,90m haben wir Probe gesessen (auf zwei unterschiedlich konfigurierten Maschinen) und waren sehr zufrieden. Kniewinkel und -integration in die Tankaussparungen wirkten sehr passend und bequem.
Für mein Empfinden wirkt die Maschine im Preis-Leistungs-Verhältnis auch sehr interessant. Für große Menschen angenehm, Kardan-Antrieb, Vibrationen reduziert, ordentliches Koffer-System verfügbar, sieht gut aus und ist ab - für BMW-Verhältnisse moderate- 13.700 EUR zu haben. Selbst in der Konfiguration bleibe ich unter 15.000 EUR, da mich Halbautomaten, sonstwas für Assistenten und einstellbare Fahrwerke nur begrenzt interessieren.
Kurzum: Probefahrt ein Muß!

 

Natürlich war auch die GS in zahlreichen Versionen vorhanden. Unter anderem natürlich auch als Adventure. Wesentliche Änderungen gibt es aber nicht zu vermelden.
Wie gehabt, geht es bei 14.900 EUR los und bei der Adventure erst bei 16.500 EUR.
Der zusätzlich wassergekühlte Boxer setzt 125PS und 125Nm frei, was für die wesentlichen Ansprüche genügen dürfte, auch wenn es bei der Konkurrenz mit mitunter deutlich mehr Leistung zur Sache geht. Trotzdem wird die GS DER Abenteuer-Tourer bleiben und das wichtigste Modell im BMW-Fuhrpark.

 

Natürlich waren auch alle anderen wichtigen Modelle von BMW zu sehen...erstaunlicherweise konnten wir jedoch keine K 1600 GTL entdecken und auch keine GTL Exclusive. Das war schon relativ verwunderlich.
Als GT war allerdings eine ausgestellt und auch eine R 1200 RT.
Überraschungen oder Neues gibt es hier aber nicht zu vermelden.

 

Relativ neu ist ja noch die Sport Adventure Maschine S 1000 XR.
Quasi die Sport Tourer Version der RR. Die Idee ist durchaus beeindruckend und man sitzt auch wirklich gut auf der Maschine.
Auch optisch wird schnell klar: Hier haben wir eine deutlich schlankere und agilere Variante für Allroad-Ausfahrten als die GS.
228kg Fahrgewicht, 160PS aus 999ccm und umfangreich verfügbares Zubehör kann Multistrada und Co schon erschrecken.
Auch der Preis ist mit einer Basis von 15.300 EUR nicht zu hoch angesetzt. Einziger "Nachteil" für entsprechende Fans: kein Kardan!

 

Mehr Infos, mehr Bilder und mehr Motorräder unter...
www.bmw-motorrad.de

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